City Bound ist ein erlebnispädagogischer Ansatz, der im Gegensatz zu den klassischen erlebnispädagogischen Programmen nicht die Natur sondern die Stadt als Lernfeld nutzt.Wir inszenieren in der Dortmunder Innenstadt und Umgebung erlebnisreiche Projekte für Jugendliche. Inmitten von Menschen, die nicht in das Programm eingeweiht sind, werden neue Realitäten und außergewöhnliche Lernsituationen im öffentlichen Raum geschaffen. Zumeist eingebettet in eine frei erfundene Spielgeschichte, kommen Jugendliche mit unbekannten Mitmenschen in Kontakt. Der Spielverlauf erfordert beispielsweise das Erfragen eines Weges oder Interviews mit Passanten, um ein Rätsel zu lösen. Auch der Einsatz von GPS-Geräten ist bei Jugendlichen eine beliebte Methode, um neue Räume und Menschen kennen zu lernen.
Möglich ist auch, dass die Jugendlichen im Rahmen der Story ein anderes Milieu oder eine andere Kultur kennen lernen. Dafür schlüpfen sie für einige Stunden in die Rolle einer anderen Person. Dies ermöglicht einen Sichtwechsel der besonderen Art. Im Vordergrund steht die individuelle Herausforderung, die sich jeder Teilnehmer in Absprache mit den Mitarbeitern selbst sucht. Die neue Situation führt häufig zu einer kreativen Auseinandersetzung mit der eigenen Person und ermöglichen die Eroberung und neue Entdeckung alltäglich erscheinender Räume.
Ein von Jugendlichen gestalteter Ort in der Fußgängerzone Dortmunds dient als Standort, um dort Menschen zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Vor allem den älteren Bürgern der Stadt sollen die Jugendlichen über Interviews Geschichten entlocken. Das Zusammenkommen von Alt und Jung wird in Fotos festgehalten und vor Ort als Bildergalerie präsentiert. Das Projekt fördert den Dialog zwischen den Generationen und ermöglicht den Jugendlichen eine intensive Identifikation mit der eigenen Stadt.
Der Einsatz von GPS-Geräten und das Heben von Caches ist zum neuen Medium in der in der erlebnispädagogischen Projektarbeit geworden. Über das Geo-Caching kommen junge Leute schnell miteinander in Kontakt und gemeinsam in Bewegung. Bei Wind und Wetter sind die Gruppen unterwegs und erobern sich neue, bisher unbekannte Räume. Das Lösen von Rätseln und Suchen von Schatzrouten trainiert zudem die Konzentration und Aufmerksamkeit. Aber auch die Medienpädagogik kommt dabei nicht zu kurz. Die Jugendlichen setzen sich beim Geo-Caching mit der Bedienung der Geräte auseinander und lernen, wie sie einen Cach ins Netz stellen.
Der Abschluss eines Jugendprojektes bildete ein Zusammentreffen mit Mitgliedern des Rotaract Clubs Dortmund, mit dem der ELE e.V. seit mehreren Jahren intensiv kooperiert. In Kleingruppen begaben sich gemischte Teams von Jugendlichen und Erwachsenen auf eine Entdeckungsreise: Sie folgten über GPS-Koordinaten einer Route in der Innenstadt, lösten gemeinsam Rätsel und erkundeten auf abenteuerlichem Wege neue öffentliche Räume.