Zentrale Aufgabe sozialer Arbeit ist es, benachteiligte Menschen zu ermutigen und zu befähigen, neue Herausforderungen stärker als Chance denn als Krise zu verstehen, alte Trampelpfade zu verlassen und sich mutig und selbständig neue Perspektiven zu eröffnen. Es mutet ein wenig paradox an, aber die gleichen motivierenden Worte treffen auch auf die Träger der sozialen Arbeit selbst zu: Die leeren öffentlichen Kassen begrenzen ihre dringend benötigte Arbeit immer enger. Diese Situation kann man als Herausforderung betrachten, aber noch dazu als Chance?
Es wirkt beruhigend, dass sich privatwirtschaftliche Unternehmen in dieser Situation vermehrt ihrer sozialen Verantwortung bewusst werden und sich unterstützend in soziale Projekte einbringen. Gestaltungs- und Handlungsspielräume für sozial benachteiligte Gruppen zu sponsern ist daher ein unverzichtbares Feld privatwirtschaftlichen Engagements – auch in der Jugendarbeit. Ebenfalls wichtig ist es jedoch, Jugendlichen Hilfestellungen zu geben, ihre Chancen zur selbstbestimmten Lebensgestaltung zu erkennen und zu nutzen. Hier braucht es die sozialen Kompetenzen und Erfahrungsschätze, hier braucht es die Vorbilder engagierter Mitarbeiter und des Managements von Betrieben.
In dieser Verknüpfung von Corporate Giving und Corporate Volunteering liegt auch die Chance der neuartigen Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Sozialarbeit: Wenn sich soziale Träger und Privatunternehmen nicht lediglich als Dienstleister und Financiers, sondern als neue strategische Partner begreifen, können aus dem gegenseitigen persönlichen Engagement neue Einblicke und Erfahrungen für beide Seiten erwachsen.
Aktuelle Jugendprojekte vom ELE e.V. mit Wirtschaftsunternehmen und unser erstes Modellprojekt „Ungewöhnliche Begegnungen“ finden Sie hier.